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  Verfügung von Todes wegen öffentliches Testament
Einführung: Verfügungen von Todes wegen bedürfen, damit diese gültig sind, einer besonderen Form.

eigenhändiges Testament: Am einfachsten und erst noch kostenlos ist das selbst geschriebene Testament.

öffentliches Testament: Letzter Wille vor zwei Zeugen und vom Notar beurkundet.

mündliches Testament: Nur im Notfall zulässig.

Erbvertrag: Erbrechtliche Form für diejenigen, welche sich vertraglich binden wollen.

Ausgleichung: Von Gesetzes wegen oft vorzunehmen.

Teilungsvorschriften: Sind von den Erben zu beachten.

Bewertungen: Wie weit darf der Erblasser bei der Bewertung gehen?

Erbeinsetzung: Selbst fremde Personen können als Erben eingesetzt werden.

Vermächtnis: Mit dem Legat oder Vermächtnis weist der Erblasser einen Gegenstand oder betragmässig bestimmten Vermögenswert einer bestimmten Person zu.

Die öffentlich letztwillige Verfügung (notariell beurkundetes Testament) erfolgt unter Mitwirkung von zwei Zeugen vor dem Beamten, Notar oder einer anderen Urkundsperson, die nach kantonalem Recht mit diesen Geschäften betraut sind (cf. Art. 499 ff. ZGB).

Das Bundesrecht sieht zwei Beurkundungsverfahren vor: Entweder liest der Erblasser die von der Urkundsperson vorbereitete Urkunde selbst und unterzeichnet das Dokument - oder die Urkundsperson liest die Urkunde vor. In diesem Fall kann sogar die Unterschrift ersetzt werden (Blindentestament), dafür erhalten die Zeugen, welche anwesend sein müssen, Kenntnis vom Inhalt.

Das Gesetz sieht beim formellen Vorgehen vor, dass der Erblasser unmittelbar nach der Datierung und Unterzeichnung den zwei Zeugen eine ausdrückliche Erklärung abgeben müsse, dass er die Urkunde gelesen habe und dass diese seine letztwillige Verfügung enthalte. - Die Zeugen haben zudem zu bestätigen, dass der Erblasser verfügungsfähig oder anders formuliert, zurechnungsfähig ist.