Nachlassplanung     Begünstigung     Verträge     Verfügung von Todes wegen  
  Home     Rechtliche Hinweise     Erbrechtslexikon  
 
  Verfügung von Todes wegen Teilungsvorschriften
Einführung: Verfügungen von Todes wegen bedürfen, damit diese gültig sind, einer besonderen Form.

eigenhändiges Testament: Am einfachsten und erst noch kostenlos ist das selbst geschriebene Testament.

öffentliches Testament: Letzter Wille vor zwei Zeugen und vom Notar beurkundet.

mündliches Testament: Nur im Notfall zulässig.

Erbvertrag: Erbrechtliche Form für diejenigen, welche sich vertraglich binden wollen.

Ausgleichung: Von Gesetzes wegen oft vorzunehmen.

Teilungsvorschriften: Sind von den Erben zu beachten.

Bewertungen: Wie weit darf der Erblasser bei der Bewertung gehen?

Erbeinsetzung: Selbst fremde Personen können als Erben eingesetzt werden.

Vermächtnis: Mit dem Legat oder Vermächtnis weist der Erblasser einen Gegenstand oder betragmässig bestimmten Vermögenswert einer bestimmten Person zu.

Gemäss Art. 608 ZGB ist Erblasser befugt, durch Verfügung von Todes wegen seinen Erben Vorschriften über die Teilung zu machen. Die Vorschriften sind für die Erben verbindlich. Vorbehalten bleibt die Ausgleichung bei einer Ungleichheit der Teile, die vom Erblasser nicht beabsichtigt war, sowie die Herabsetzung, wenn Pflichtteile verletzt werden.

Durch Teilungsvorschriften kann der Erblasser somit in einzelnen bestimmte Erbschaftssachen an einen oder mehrere Erben zuweisen, eine bestimmte Verteilung der Erbschaftsgegenstände oder sogar das Teilungsverfahren festlegen.

Vorbehalten bleiben abweichende einstimmige Vereinbarungen der Erben, welchen sich selbst ein Willensvollstrecker zu unterwerfen hat.

Wenn weder erblasserische Teilungsvorschriften vorhanden noch die Erben sich einig sind, finden die gesetzlichen Teilungsvorschriften gemäss Art. 610 ff. ZGB Anwendung.